DRK Ortsverein Sulzfeld e. V.

Rotes Kreuz Sulzfeld

Eingetragen von Administrator am 18.05.2013
Blutspender ausgezeichnet

SULZFELD Schon im beginnenden 19. Jahrhundert hatte Carl Ludwig Börne festgestellt, „Vieles kann der Mensch entbehren, nur den Menschen nicht.“ Mit diesem Zitat aus dem Werk „Über den Umgang mit Menschen“ des hessischen Schriftstellers und Journalisten beschrieb Markus Wächter die herausragende Leistung der Blutspender. „Blut kann nach wie vor nicht künstlich hergestellt werden, mit Ihren Blutspenden haben Sie vielen Mitmenschen geholfen und viele Leben gerettet“, erklärte der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins. Blutspender trügen dafür Sorge, „dass Blut nicht zur Handelsware wird, denn Blutspenden sind unentgeltlich.“ Die Spendenbereitschaft der Spender, die aus Sulzfeld, Kürnbach, Zaisenhausen und Mühlbach kämen zeuge von der Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Gesellschaft. „Sie haben diese Auszeichnung verdient.“
Mit einem Bibelvers aus dem 3. Buch Mose würdige Bürgermeisterin Sarina Pfründer die 24 auszuzeichnenden Blutspender. „Denn des Leibes Leben ist im Blut“, steht in der Heiligen Schrift. Dieses Vers zeuge davon, „dass Blut von grundlegender Bedeutung für das Leben ist.“ Mit der Ehrung im Ratsaal wolle die Gemeinde ihre Wertschätzung gegenüber den Spendern ausdrücken. „Vor fast genau zehn Jahren wurde in der Dortmunder Westfalenhalle der Weltrekord im Blutspenden aufgestellt“, berichtete die Rathauschefin. 4472 Blutspender hätte damals die 250 Spenderbetten belegt, „hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerungszahl spendete damals nicht einmal ein Prozent der Einwohner Blut.“ Betrachte man nun die Weinbaugemeinde, die im Landkreis als Blutspenderhochburg gilt, „geht bei uns statistisch gesehen jeder Fünfte zur Blutspende, also gehört der Weltrekord eigentlich uns.“ Durchschnittlich 220 Spenden könne der DRK-Ortsverein bei jeder Spendenaktion an die Blutbank übergeben, „das macht in den rund 40 Jahren, in denen in Sulzfeld die Blutspendeaktion durchgeführt 115 Termine mit etwa 27000 Spenden.“ Ausdrücklich hob Pfründer das Engagement von Ehrenbereitschaftsführer Rolf Becker hervor. „Er organisiert seit Jahren die Blutspendeaktion, er sorgt dafür, dass Sulzfeld zur Blutspenderhochburg wurde und es immer noch ist.“
Zwölf Spender wurden für zehnmaliges Spenden geehrt (Thomas Antritter, Steffen Brömel, Matthias Faber, Anke Goldschmid, Andreas Hagenbucher, Anke Hartwig, Jenny Krauth, Anne Krüger, Holger Mathe, Michael Mayer, Katharina Neumaier, Leif Wolf) jeweils vier Freiwillige gingen 25 (Reinhard Kern, Dieter Kern, Jürgen Klebsattel, Lutz Lambert), 50 (Rolf Himmel, Dietrich Kern, Margit und Werner Schuler) und 75 Mal (Matthias Büchle, Reiner Eigenmann, Bernd Eigenmann, Klaus Fundis) zum Aderlass. „Es ist nicht selbstverständlich, so oft zum Blutspenden zu gehen, die Zeit aufzubringen, diese lange Bereitschaft kann man fast schon als Ehrenamt betrachten“, erklärte Pfründer in Richtung der vielen Mehrfachspender. Die Geehrten seien ein wohltuendes Beispiel für Andere, „Sie haben nicht gefragt, ob ein anderer da wäre, sondern Sie haben gehandelt.“ Gehandelt, das hat auch Matthias Büchle, der gemeinsam mit Rainer Eigenmann, Bernd Eigenmann und Klaus Fundis für 75-maliges Spenden geehrte wurde. „Ich gehe fünfmal im Jahr Spenden, für mich ist das selbstverständlich, das liegt bei uns in der Familie.“ Seit seiner Bundeswehrzeit stellt sich der 39-jährige in den Dienst der Allgemeinheit. Bei der Bundeswehr habe er als 21-jährige angefangen, „für mich ist das Ehrensache, auf diesem Wege Kranken und Verletzten zu helfen.“ (nicole theuer)
Blut
Zahlreiche Blutspender aus Sulzfeld wurden geehrt. Foto (Franz Theuer)