DRK Ortsverein Sulzfeld e. V.

Rotes Kreuz Sulzfeld

Eingetragen von Administrator am 07.06.2018

SULZFELD Der DRK-Ortsverein Sulzfeld hat in den vergangenen 58 Jahren schon 130 Blutspendenaktionen durchgeführt, diese souverän gemeistert und sich seit Beginn der Aktionen am 18. Dezember 1960 zu einer Hochburg der Blutspende im Landkreis Karlsruhe gemausert. Und doch, bei der 131. Aktion, die am vergangenen Mittwochmittag wie gewohnt in der Ravensburghalle stattfand, waren der Ortsvorsitzender Markus Wächter und Ehrenbereitschaftsleiter Rolf Becker sichtlich aufgeregt, galt es doch, an diesem Mittag den 30.000 Blutspender zu küren. „Wir sind sehr stolz und es liegt uns am Herzen, Danke zu sagen“, betonte Wächter in Richtung der versammelten Blutspender, die in der Mensa der Halle ihr Essen genossen. Denn, zur Blutspende zu gehen, ist heute nicht mehr selbstverständlich. „Die Spenden sind rückläufig“, bedauerte Wächter, „früher hatten wir im Schnitt 900 Spenden im Jahr, heute liegt der Durchschnitt bei 600.“ Hier schlage der demografische Wandel durch, so Wächter, der es sich nicht hatte nehmen lassen, gemeinsam mit dem Sulzfelder Team noch vor dem offiziellen Startschuss der Aktion zu spenden. „Man muss schon mit gutem Beispiel vorangehen“, fand Wächter. Selbstredend, dass die 600 Spenden, die jährlich zusammenkommen, nicht nur von Einheimischen kommen. „Etwa 40 Prozent unserer Spender kommen aus den Nachbarorten“, wusste Becker zu berichten, „und dafür sind wir sehr dankbar.“ So war es fast nicht verwunderlich, dass auch die 30.000ste Spenderin nicht aus der Weinbaugemeinde kam. Veronika Grahm aus Kürnbach zeigte sich völlig überrascht, dass ihre 44. Blutspende eine solch bedeutende war. „Früher“, so erinnerte sie sich, „gab es nach der Blutspende noch ein Gläschen Rotwein.“ Darauf wird heute verzichtet, als Anerkennung für die fleißige Spenderin überreichte ihr Bürgermeisterin Sarina Pfründer eine Flasche Champagner aus der Sulzfelder Partnergemeinde Avize. Kleine Anerkennung erhielten auch Franziska Himmel als 29.999 Spenderin und Dietrich Kern als 30.001 Spender.

Während die Spender nach ihrer guten Tat das selbstgekochte Essen genossen, erinnerten sich Becker und Wächter an die Anfänge des Blutspendens in der Weinbaugemeinde. „Wir waren im Landkreis Karlsruhe einer der ersten Ortsvereine, die Blutspendenaktionen durchgeführt haben“, berichtete Becker, der damals schon mit von der Partie war. Noch gut konnte er sich daran erinnern, wie in der Anfangszeit die Aktionen im heutigen Bürgerhaus, das damals noch Schulhaus war, abliefen. „Bevor wir mit der Blutspende beginnen konnten, musste wir zunächst alle Klassenzimmer ausräumen“, so Becker, „auch später, als wir in der heutigen Schule untergebracht waren, mussten wir zuerst immer Räume ausräumen.“ Im heutigen Technikraum der Blanc-und-Fischer Schule fand die eigentliche Spendenaktion statt, doch „wir waren auf mehrere Stockwerke verteilt, beispielsweise gab es das Essen damals in der Schulküche.“ Erst mit der Fertigstellung der Ravensburghalle 1974 wurde es für die Helfer einfach. „Die Bedingungen hier sind optimal“, waren sich Becker und Wächter einig. Wenn sich die Örtlichkeiten auch geändert haben, eines ist gleichgeblieben: das Essen wird damals wie heute selbst gekocht. „Wir haben Mitglieder, die gerne und gut kochen“, so Wächter, der weiß, „wir sind für unser Essen bekannt, denn bei uns ist es nicht nur gut, sondern es gibt jedes Mal etwas Anderes.“ (nit)

Hintergrund: Im Rahmen der 131. Blutspendenaktion wurde nicht nur der 30.000ste Blutspender geehrt, unter allen Spendern wurden fünf WM-Bälle verlost. Andre Kern (Eppingen), Markus Diefenbacher (Sulzfeld), Madeleine Hilpp (Oberderdingen-Flehingen), Claudia Reitermann und Daniel Kräter (beide Sulzfeld) durften sich über einen Ball freuen. (nit)

Bildunterschrift: v.l.n.r. Hans Himmel, Vorsitzender Markus Wächter, Franziska Himmel, Bereitschaftsleiter Jens Niese, Veronika Grahm, Dietrich Kern, Bürgermeisterin Sarina Pfründer, Bereitschaftsleiterin Ivan Pejic, Organisator Blutspendeaktionen Rolf Becker